Deutschland boomt! So können Sie davon profitieren!

Wir leben in Deutschland, einem der politisch und wirtschaftlich stabilsten Länder der Welt. Viele deutsche Unternehmen sind Weltmarktführer. Insbesondere etliche Mittelstandsunternehmen zählen in ihrer Branche zur internationalen Spitze. Als langfristig orientierter Anleger sollte man das für den eigenen Vermögensaufbau nutzen.  „Deutschland boomt! So können Sie davon profitieren!“ weiterlesen

Indizes – (un)heimliche Pulsmesser

Jeder Anleger, der sich für das Thema Börse interessiert, kennt den DAX und den Dow Jones Industrial Index und vielleicht auch noch einige andere Aktien-Indizes. Aber was sagen deren Kurse wirklich aus? Lohnt es sich, Indizes blind zu vertrauen und in passive Investments zu investieren?

Das Versprechen von sogenannten passiven Investmentprodukten klingt auf den ersten Blick einleuchtend: Wer als Anleger in einen bestimmten Markt investieren will, muss sich einfach nur am jeweiligen Leitindex orientieren. Index-Fonds oder ETFs als dazu passende Verbriefungsform sind in den meisten Fällen zudem preiswerter als aktiv gemanagte Fonds und unkomplizierter als die Investition in einzelne Aktien.  „Indizes – (un)heimliche Pulsmesser“ weiterlesen

Die besten Fonds und ETFs

Gestern haben wir zum ersten Mal zu „Kaffeegesprächen“ in unserem Haus eingeladen. In ungezwungener Runde kamen Entscheider aus verschiedenen Branchen miteinander ins Gespräch. Während im Hintergrund die Espressomaschine auf Hochtouren lief, sprach man nicht nur, aber natürlich auch über das Thema Geldanlage. So kam in einer der Runden, die beisammen standen, etwa die Frage auf, wo und wie man denn die besten Fonds und ETFs finden könne.

Das ist eine sehr spannende Frage. Ich wundere mich tatsächlich immer wieder, wenn ich in den Medien Artikel mit der Überschrift „Die besten Fonds“ oder „Die besten ETFs“ lese. Man sollte sich davon nicht in die Irre führen lassen. Denn die „besten“ Fonds und ETFs gibt es eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht pauschal. Die „besten“ Finanzprodukte sind grundsätzlich diejenigen, die zu der ganz individuellen Strategie, den Zielen und zur Risikoneigung des jeweiligen Anlegers passen. Wenn diese Produkte dann auch noch vergleichsweise preiswert sind und die Renditevorgaben erfüllen, können sie ihren Platz im Portfolio des Anlegers finden.

Erst kommt die Strategie, dann die Produkte

Ich habe das mit Blick auf den Barista, der unsere Bestellungen unserer kleinen Runde gerade entgegennahm, so erklärt: Bevor ich Kaffee, Zucker und Milch einfülle, sollte ich mich erst einmal entscheiden, ob ich einen Espresso, einen Latte Macchiato oder einen Kaffee mit Zucker will. Erst dann entscheidet sich zum Beispiel auch, ob ich überhaupt Zucker oder Milch benötige und ob ich dafür ein Glas oder eine Tasse brauche. So ist das auch bei der Geldanlage: Am Anfang sollten nicht die einzelnen Produkte, sondern die Strategie und ihre individuellen Parameter stehen. Man sollte sich Fragen stellen wie: Will ich als Anleger mit meinem Portfolio vor allem hohe laufende Einnahmen erzielen? Oder setze ich mehr auf Wachstum? Wie flexibel will ich mit meinen Anlagen bleiben? Und so weiter. Erst dann kommt die Auswahl der Produkte, die diese Strategie mit Leben füllen. Das ist der Idealfall.

Die Realität sieht leider oft anders aus. Die meisten Depots von Privatanlegern, die an der Börse aktiv sind, werden mehr oder weniger zufällig zusammengestellt. Berichte über Aktien, Zertifikate, ETFs und Fonds in Anlegermagazinen geben den Anstoß zu einem Kauf. Über Aktien- und Anleihen-Quoten, Streuung von Branchen etc. denken nur wenige Privatanleger nach.

Nicht jeder Fonds hält, was sein Name verspricht

Zugegeben: Die Finanzindustrie macht es Anlegern, die sich nicht jeden Tag mit der Materie beschäftigen, auch nicht immer leicht. Selbst standardisierte Produkte wie Publikumsfonds und ETFs haben ihre Tücken. ETF ist leider nicht gleich ETF, und Fonds ist nicht gleich Fonds. Die Unterschiede sind zum Teil erheblich, selbst dann, wenn es um Konkurrenzprodukte geht, die sich auf denselben Markt beziehen. Dazu kommt: Leider steckt in einem Produkt nicht immer das drin, was der Name erwarten lässt.

Wer sein Depot gewissenhaft mit einer durchdachten Strategie zusammenstellen will, kommt deshalb nicht umhin, die Risikostrukturen der einzelnen Produkte und Wertpapiere sehr detailliert zu analysieren. Zu den wichtigen Parametern zählt hier beispielsweise die Volatilität, die wiederum nicht für sich alleine steht, sondern ins Verhältnis zur Performance des Produkts und der Vergleichsgruppe gesetzt werden muss. Und natürlich ist auch die Kostenanalyse sehr wichtig. Hier sind nicht nur die auf den ersten Blick transparenten Kosten wie beispielsweise die TER (Total Expense Ratio) entscheidend, sondern auch die internen Kosten der Produkte. Die stehen in der Regel leider nicht auf dem Beipackzettel.

Fazit: Es ist verdammt viel Arbeit, die passenden Fonds und ETFs für sein ganz persönliches Portfolio zu finden. Das perfekte Standard-Wohlfühldepot zum Selberbauen, gefüllt mit den „besten“ Fonds und ETFs, bleibt deshalb leider eine Illusion.

Big Spender Trump

The minute you walked in the joint, I could see you were a man of distinction. A real big spender, good looking, so refined (hier die deutsche Übersetzung). So hat Shirley Bassey einst ihren „Big Spender“ besungen, den Mann mit den vollen Taschen. Das war 1971. Ich glaube nicht, dass Bassey dabei an Donald Trump gedacht hat, wenn sie auf der Bühne stand. „Ein vornehmer Mann, gutaussehend und gebildet“. Man kann darüber streiten. Aber wer weiß, vielleicht sind sich die beiden ja damals sogar begegnet.

Immerhin hat Donald Trump 1971 die Führung des Familienunternehmens Elizabeth Trump & Son übernommen und sogleich in Trump Organization umbenannt. Seitdem ist er als Big Spender unterwegs. Sein Erfolgsrezept: Er schmeißt gern mit dem Geld um sich. Allerdings nicht mit dem eigenen.

So darf es eigentlich niemanden verwundern, dass er auch als designierter US-Präsident schon vor seinem Amtsantritt große Investitionen ankündigt. Als Big Spender will er zum Beispiel massiv in die Infrastruktur des Landes investieren. Darüber hinaus zielt Donald Trumps Schlachtruf „Make America Great Again“ darauf ab, US-Unternehmen, die in den USA produzieren, zu unterstützen. Und auch das Militär jubelt: Trump setzt lieber auf Stärke statt auf diplomatisches Geschick. Das Gesundheitssystem will er dafür deregulieren. Das freut die Arzneihersteller.

Die Trump-Gewinner jubeln

Die Infrastruktur- und Rüstungsbranche, Pharma, US-Automobile und nicht zuletzt die Rohstoffbranche, die gerne an den einstigen Fracking-Boom anknüpfen möchte, erhoffen sich steigende Umsätze und Gewinne. Die Hoffnungen spiegeln sich in den steigenden Aktienkursen in den betreffenden Branchen seit der Wahl wider.

Ein Trump-Gewinner ist auch der US-Dollar. Trumps angekündigte Konjunkturprogramme locken mehr Kapital in US-Aktien. Das stärkt den US-Dollar – was wiederum noch mehr Anleger dazu motiviert, in US-Wertpapiere zu investieren. Eine Parität zwischen Euro und US-Dollar ist mittelfristig deshalb durchaus denkbar.

Wie können europäische Anleger vom Big Spending profitieren?

Das Szenario bietet aufgrund des höheren Zinsniveaus und des gleichzeitig erstarkenden US-Dollar Chancen. Ich finde derzeit beispielsweise einige frische Anleihen von US-Unternehmen interessant. Wenn es um Aktien geht, könnte es sich lohnen, sich Titel genauer anzusehen, die nach der Wahl Trumps größere Kursverluste hinnehmen mussten. Dazu zählen insbesondere defensive Werte aus der Konsumgüter-Branche. Deren Geschäftsmodelle hängen in der Regel nicht davon ab, wer gerade US-Präsident ist.

Wer bezahlt am Ende die Rechnung?

US-Investments können sich also durchaus lohnen. Aber man sollte die Augen dabei offen halten. Denn Trump will seine Konjunkturpläne mit geliehenem Geld umsetzen.

Wie schon eingangs erwähnt: Das hat System. Der Mann investierte schon immer gerne auf Pump. Das Risiko trugen leider oft diejenigen, die ihm das Geld geliehen hatten. Mehrere Male stand Trump als Unternehmer bereits vor dem Bankrott. Meistens büßten vor allem seine Gläubiger für den Schaden. Man kann nun für die USA und den Rest der Welt nur hoffen, dass die nächste Trump-Episode nicht diesem Muster folgt.

Es wird sich bald zeigen, welchen Einfluss Donald Trump tatsächlich auf die Wirtschaft der USA haben wird. Sicher ist nur: In vier oder spätestens acht Jahren wird er nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Ich bin gespannt, wer dann die Rechnung für den Big Spender zahlt.